Stadtsanierung in Coburg
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Wer heute durch die Coburger Innenstadt schlendert, kann sich kaum vorstellen, wie es hier bis Ende der 1960er-Jahre aussah: bröckelnder Putz, fehlende sanitäre Anlagen, keine Heizungen – und die Bundesstraße 4 führte mitten hindurch.
Mit Beginn der 1970er-Jahre startete die Stadtsanierung – gefördert durch die Städtebauförderung von Bund, Land und Kommune. Es entstanden moderne Wohnungen, begrünte Innenhöfe, verkehrsberuhigte Bereiche und Fußgängerzonen. Autos verschwanden in Quartiersgaragen, neue Geschäfte und Betriebe zogen ein.
So entwickelten sich sieben Sanierungsgebiete zu lebendigen Quartieren, die Geschichte, Urbanität und modernes Flair verbinden.
Weiterführende Informationen:
50 Jahre Städtebauförderung (PDF)
Altstadtsanierung Coburg (PDF)
Promenaden & Plätze (PDF)
ISEK – Integriertes Stadtentwicklungskonzept (PDF)
ISEK Teilfortschreibung: Sozialfachliches Handlungskonzept (PDF)
ISEK Teilfortschreibung: Städtebau & Einzelhandel (PDF)
Sanierungsgebiete in Coburg
In Coburg gibt es mehrere Sanierungsgebiete – einige sind bereits abgeschlossen, andere befinden sich noch in Umsetzung.
Erfahren Sie mehr über abgeschlossene Gebiete sowie die aktuellen Sanierungsgebiete VI und II/VII.
Mehr erfahren:
Geschlossene Sanierungsgebiete
Sanierungsgebiet VI
Sanierungsgebiet VII

Programm „Soziale Stadt“
Seit 1999 fördert das Bundesprogramm „Soziale Stadt“ (seit 2020: Sozialer Zusammenhalt) Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf. Ziel ist es, benachteiligte Quartiere zu stärken und die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.
Coburg nimmt mit dem Stadtteil Wüstenahorn an diesem Programm teil. Durch kontinuierliche Aufwertungen bleibt der Stadtteil lebenswert und zukunftsfähig.
Häufige Fragen (FAQ) zur Stadtsanierung
Hier finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die Stadtsanierung in Coburg.
Allgemeines zur Stadtsanierung
Was ist ein Sanierungsgebiet?
Ein Sanierungsgebiet ist ein klar abgegrenzter Teil der Stadt, in dem gezielte städtebauliche Maßnahmen umgesetzt werden. Ziel ist es, Gebäude, Straßen und Plätze zu modernisieren, Missstände zu beheben und die Lebensqualität zu steigern.
Wie werden Sanierungsgebiete festgelegt?
Grundlage sind sogenannte Vorbereitende Untersuchungen, bei denen der Bestand geprüft, Anwohner und Eigentümer befragt und städtebauliche Defizite ermittelt werden. Der Stadtrat entscheidet anschließend über die förmliche Festlegung des Gebiets.
Wie lange besteht ein Sanierungsgebiet?
In der Regel dauert eine Sanierung etwa 15 Jahre. Wenn nach dieser Zeit noch Handlungsbedarf besteht, kann das Gebiet aus wichtigen Gründen zeitlich verlängert werden.
Was bedeutet die Aufhebung eines Sanierungsgebiets?
Ist die Sanierung abgeschlossen und die Ziele erreicht, wird die Sanierungssatzung aufgehoben. Der Sanierungsvermerk im Grundbuch wird gelöscht, und die Maßnahme wird endgültig abgerechnet.
Ablauf und Aufgaben
Wie läuft der Sanierungsprozess ab?
- Vorbereitende Untersuchungen und Bürgerbeteiligung
- Beschluss des Stadtrats zur Festlegung des Gebiets und der geplanten Projekte
- Planung und Umsetzung einzelner Projekte (z. B. Modernisierung, Freiraumgestaltung)
- Abschluss und Aufhebung des Sanierungsgebiets
Warum dauert der Prozess so lange?
Sanierungsmaßnahmen sind komplex und werden Schritt für Schritt umgesetzt – abhängig von Haushaltsmitteln, Fördergeldern und der Reihenfolge der Projekte.
Wer führt die Sanierung durch?
Die Wohnbau Stadt Coburg GmbH (WSCO) ist der Sanierungsträger der Stadt Coburg. Sie übernimmt in enger Abstimmung mit der Stadt die Planung, Projektsteuerung, Fördermittelbeantragung, Öffentlichkeitsarbeit und Abrechnung der Maßnahmen.
Finanzen & Förderungen
Wer finanziert die Stadtsanierung?
Die Fördermittel stammen von Bund, Freistaat Bayern und der Stadt Coburg. Sie werden über die Regierung von Oberfranken bereitgestellt.
Was bewirken die Fördergelder?
Jeder Euro aus der Städtebauförderung löst im Schnitt etwa sieben Euro private Investitionen aus – ein starker Motor für wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung.
Welche Fördermöglichkeiten gibt es für Eigentümerinnen und Eigentümer?
Die Stadt Coburg hat mit Unterstützung der Regierung von Oberfranken ein kommunales Förderprogramm aufgelegt. Eigentümer von Gebäuden in Sanierungsgebieten können Zuschüsse für Modernisierungen beantragen.
Weitere Förderungen sind über die Wohnraumförderung, die Oberfrankenstiftung, die Bayerische Landesstiftung oder das Landesamt für Denkmalpflege möglich.
Eigentum, Kauf & Grundbuch
Was bedeutet der Sanierungsvermerk im Grundbuch?
Sobald ein Gebiet förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt ist, wird ein Sanierungsvermerk eingetragen. Dieser weist darauf hin, dass Verkäufe oder größere bauliche Veränderungen mit der Stadt abgestimmt werden müssen.
Welche Auswirkungen hat das beim Kauf einer Immobilie?
Bei Kauf oder Verkauf von Immobilien in einem Sanierungsgebiet hat die Stadt ein Mitspracherecht. Sie kann ein Vorkaufsrecht ausüben, wenn das dem Sanierungsziel dient. Käufer profitieren dafür von Fördermöglichkeiten und Wertsteigerung durch die Sanierung.
Auswirkungen auf Anwohner & Gewerbetreibende
Was bedeutet die Sanierung für Mieterinnen, Mieter oder Gewerbetreibende?
Im Alltag meist wenig – außer zeitweise durch Baustellen. Langfristig profitieren alle von aufgewerteten Gebäuden, besserer Infrastruktur und attraktiveren Freiflächen.
Wie werden Bürgerinnen und Bürger beteiligt?
Beteiligung ist ausdrücklich erwünscht!
Anwohner und Eigentümer können sich bei Vorbereitenden Untersuchungen, Informationsveranstaltungen, Bürgerversammlungen oder Online-Formaten aktiv einbringen. Wünsche, Ideen und Kritik fließen in den Planungsprozess ein.
Informationen & Transparenz
Wo finde ich aktuelle Informationen zu Projekten?
Auf der Website der WSCO
- Im Baublog der Stadt: www.coburg.de/baublog
- In den lokalen Medien
Sind die Untersuchungen und Berichte öffentlich einsehbar?
Ja. Auf den Websites der WSCO und der Stadt Coburg stehen Berichte, Gutachten und Flyer zum Download bereit.
Sanierungsgebiete in Coburg
Wie wurden die Sanierungsgebiete ausgewählt?
Die Grundlage bildet das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK), das städtebauliche Missstände und Entwicklungsziele aufzeigt. Vorschläge kommen von der Stadt, der WSCO, politischen Gremien und der Bürgerschaft.
Warum heißt das Sanierungsgebiet II/VII so?
Es handelt sich um zwei Gebiete, die sich räumlich und inhaltlich ergänzen. Das Gebiet II wurde 1982, das Gebiet VII im Jahr 2017 festgelegt. Das Sanierungsgebiet II wurde zum 31.12.2025 aufgehoben.
Welches war das erste Sanierungsgebiet in Coburg?
Das Sanierungsgebiet I („Westliche Innenstadt“) wurde 1973 festgelegt und 1995 abgeschlossen – mit förderfähigen Kosten von rund 17,5 Mio. Euro.
Welche Sanierungsgebiete sind aktuell aktiv?
Die Sanierungsgebiete I, II, III, IV und V sind abgeschlossen. In den Sanierungsgebieten VI und VII laufen weiterhin Maßnahmen.























