Stadtentwicklung – unser Beitrag als Sanierungsträger
Im Jahr 2025 wurde die Quartiersaufwertung und -erneuerung in den Sanierungsgebieten II / VII Steinwegvorstadt / Nördliche Innenstadt weiter intensiviert.
Der erste Bauabschnitt der städtebaulichen Realisierungsmaßnahme „Freianlagengestaltung Lohgraben, Schenkgasse, Gerbergasse und angrenzende Stadträume“ konnte im August 2025 erfolgreich abgeschlossen werden. Parallel hierzu wurden die Planungen für den zweiten Bauabschnitt „Lohgraben“ weiter vorangetrieben. Dieser umfasst den Bereich vom Platz an der Schenkgasse über den Lohgraben bis zur Badergasse sowie die Anbindung an die Hindenburgstraße. Die Bewilligung der Maßnahme erfolgte ebenfalls im Jahr 2025.
Auch die aus dem zweiphasigen Architekturwettbewerb „Mehrgenerationenwohnen“ für die Anwesen Steinweg 25, 27, 29 sowie Lohgraben 4 und 6 hervorgegangene Planung wurde durch den Wettbewerbssieger, das Atelier Huffer Wenzel, Coburg, weiterentwickelt. Zur Vorbereitung der Neubebauung im Bereich Lohgraben 4 und 6 wurden die entsprechenden Ordnungsmaßnahmen durchgeführt.
Für das Projekt „Junges Wohnen“ im Bereich Steinweg 35 / 37, Lohgraben 12, 14 und 16 sowie Schenkgasse 2, 2 a, 3 und 4 wurden die Planungen ebenfalls weitergeführt. Zudem konnten die Ordnungsmaßnahmen zum Rückbau des Gebäudes Schenkgasse 2 a sowie des Nebengebäudes am Lohgraben 14 umgesetzt werden.
Darüber hinaus wurde im Jahr 2025 die Umsetzung des zweiten und dritten Bauabschnitts der Stadtraumgestaltungsmaßnahme „Ernstplatz / Am Viktoriabrunnen“ mit Nachdruck vorangebracht.
Über den Quartiersfonds konnten mit Mitteln der Städtebauförderung erneut verschiedene nichtinvestive Maßnahmen innerhalb der Sanierungsgebiete realisiert werden. Hierzu zählten insbesondere Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit sowie Bürgerinformationsveranstaltungen.
Die innerstädtischen Sanierungsgebiete wurden weiterhin durch die Regierung von Oberfranken im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren“ unterstützt.
Auf Veranlassung der Förderstelle wurde zudem die Gesamtmaßnahme Innenstadt im Städtebauförderungsprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz (BLD) für die Programmjahre 2009 bis 2017 in Form eines Zwischenberichts abgerechnet.
Die Förderung des Quartiers Wüstenahorn erfolgt seit dem Jahr 2020 im Programm „Sozialer Zusammenhalt“. Im Jahr 2025 wurden hierfür Fördermittel für die „Ordnungsmaßnahme Karl-Türk-Straße 13, 15 und 17“ bei der Regierung von Oberfranken beantragt. Darüber hinaus wurde auf Veranlassung der Regierung von Oberfranken eine Aufgabenstellung zur Evaluation und Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzepts für die Soziale Stadt Wüstenahorn erarbeitet.
Unser besonderer Dank gilt der Stadt Coburg, der Verwaltung sowie den politischen Entscheidungsträgern für das entgegengebrachte Vertrauen und die stets gute und konstruktive Zusammenarbeit.
Für das Jahr 2025 wurden für alle Sanierungsgebiete 785.000 € beantragt.
Zugeteilt wurden als Kontingent für 2025: 840.000 € im Programm „Lebendige Zentren“
Im Kalenderjahr 2025 wurden folgende Einzelmaßnahmen bewilligt:
Straßenraumgestaltungsmaßnahme Lohgraben, BA 2 2.904.532 €
Trägervergütung 2023 417.717 €
Für das Programmjahr 2026 wurden Städtebaufördermittel in Höhe von 2.616.500 € als Kontingent beantragt. Über den Antrag hat die Regierung bisher noch nicht entschieden.
Nachfolgend werden die wesentlichen Entwicklungen der Sanierungsgebiete dargestellt:
Sanierungsgebiet II – Steinwegvorstadt und VII – Nördliche Innenstadt
Das aus den „Vorbereitenden Untersuchungen“ für das Sanierungsgebiet VII hervorgegangene Impulsprojekt „Mehrgenerationenwohnen“ wurde im Jahr 2025 weiter vorangetrieben. Grundlage hierfür bildet die Planung des Wettbewerbssiegers des zweiphasigen Architekturwettbewerbs, dem Atelier Huffer Wenzel, Coburg. Der Planungsumgriff umfasst die Anwesen Steinweg 25, 27 und 29 sowie Lohgraben 4 und 6. Vorgesehen sind insgesamt 19 Wohneinheiten mit Belegungsbindung sowie vier Gewerbeeinheiten. Zur Vorbereitung der Neubebauung wurden im Rahmen von Ordnungsmaßnahmen die nicht erhaltungswürdigen Gebäude Lohgraben 4 und 6 im Jahr 2025 abgebrochen.
Da das Anwesen Steinweg 23 im Quartier eine Schlüsselrolle einnimmt und der Eigentümer das Anwesen veräußern möchte, wurden hierzu in Absprache mit der Stadt Coburg Erwerbsverhandlungen durchgeführt.
Das Vorhaben „Junges Wohnen“ umfasst die Anwesen Steinweg 35 und 37, Lohgraben 12, 14 und 16 sowie Schenkgasse 2, 2 a, 3 und 4. Als ergänzendes Projekt zum „Mehrgenerationenwohnen“ stärkt es das innerstädtische Wohnen und trägt zur weiteren Quartiersentwicklung bei. Die Abbrucharbeiten an der Schenkgasse 2 a sowie am Nebengebäude Lohgraben 14 wurden 2025 abgeschlossen. Nach der Sanierung der Bestandsgebäude und der Neubebauung der Schenkgasse 2 a entstehen insgesamt 37 Einheiten, darunter 30 Wohnplätze für Studierende, zwölf Wohneinheiten mit Belegungsbindung sowie fünf Gewerbeeinheiten.
Die Stadtraumgestaltungsmaßnahme „Freianlagen im Bereich Lohgraben / Schenkgasse / Gerbergasse einschließlich angrenzender Stadträume“ konnte mit dem ersten Bauabschnitt im Bereich Schenkgasse, Gerbergasse und dem Platz hinter dem Parkhaus Post im August 2025 erfolgreich abgeschlossen werden.
Der zweite Bauabschnitt „Lohgraben“, der sich vom Platz an der Schenkgasse über den Lohgraben bis zur Badergasse sowie zur Hindenburgstraße erstreckt, wurde im Jahr 2025 durch die Förderstelle bewilligt. Die Umsetzung der Maßnahme soll nach Realisierung der beiden Hochbauprojekte „Junges Wohnen“ und „Mehrgenerationenwohnen“ erfolgen.
Die private Sanierungsmaßnahme Steinweg 48, die über das Kommunale Förderprogramm der Stadt Coburg unterstützt wird, soll im Jahr 2026 abgeschlossen werden.
Der noch offene Teilbereich des Sanierungsgebiets II – Steinwegvorstadt wurde per Beschluss des Stadtrats zum 31.12.2025 aufgehoben und die entsprechende Satzung außer Kraft gesetzt.
Sanierungsgebiet IV – Judengasse, Viktoriastraße, Walkmühlgasse
Auch der verbliebene Teilbereich des Sanierungsgebiets IV wurde durch Stadtratsbeschluss zum 31.12.2025 aufgehoben und die Satzung außer Kraft gesetzt.
Sanierungsgebiet VI – Ketschenvorstadt
Für die geplante Straßenraumgestaltung der Ketschengasse zwischen Albertsplatz und Markt liegen die erforderlichen Planunterlagen des Büros RSP Freiraum, Dresden, vor. Diese wurden im Jahr 2025 weiter vertieft und konkretisiert. Im Hinblick auf Umfang und Realisierung der Maßnahme fanden mehrere Abstimmungsgespräche mit den Leitungsträgern sowie Vertretern des Baureferats statt. Die Umsetzung wird seitens der Stadt Coburg durch das Stadtplanungsamt mit Unterstützung des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs begleitet.
Die Sanierung des Anwesens Ketschengasse 13 mit einer Gewerbeeinheit und sieben Wohneinheiten wird durch Städtebaufördermittel aus dem Programm „Innen statt Außen“ unterstützt. Die Sanierungsarbeiten wurden im Jahr 2025 weiter forciert.
Auch die Stadtraumgestaltungsmaßnahme „Ernstplatz / Am Viktoriabrunnen“ wurde mit dem zweiten und dritten Bauabschnitt weitergeführt. Der Abschluss der Gesamtmaßnahme ist für das Jahr 2026 vorgesehen.
Der „Tag der Städtebauförderung 2025“ wurde gemeinsam mit dem Mieter- und Bürgerfest in der Ketschenvorstadt durchgeführt. In diesem Zusammenhang entstanden für ausgewählte Gebäude der Ketschenvorstadt sogenannte „Hausgeschichten“, die über QR-Codes digital abrufbar sind.





