Sanierungsgebiet VII – Nördliche Innenstadt
- Fläche: 4,93 ha
- Festgelegt: 27.07.2017
- Förderfähige Kosten: 38 Mio €
Ausgangssituation
Das Sanierungsgebiet VII schließt direkt an das abgeschlossene Gebiet II (Steinwegvorstadt) an und erweitert es nach Norden.
Es umfasst die nördliche Innenstadt zwischen Gemüsemarkt, Oberem Bürglaß, Heiligkreuzstraße, Schenkgasse, Seifartshofstraße, Mohrenstraße, Badergasse, Steinweg und Georgengasse.
Charakteristisch ist die starke Heterogenität:
- Historische, teils sehr verdichtete Steinwegvorstadt
- Bereiche der Bahnhofsvorstadt mit großmaßstäblicher Bebauung
- Hohe Wohnhäuser und Nachkriegsbauten entlang der Hindenburgstraße
- Ensemblegeschützter Bestand mit bedeutender historischer Bausubstanz
Probleme und Herausforderungen:
- Bauliche Überalterung, geringe Wirtschaftlichkeit der Erdgeschosszonen
- Leerstände und geringe Passantenfrequenz nördlich des Spitaltores
- Fehlende Freiflächen und Aufenthaltsqualitäten
- Lärm- und Nutzungskonflikte zwischen Gastronomie und Wohnen
Ziele & aktueller Stand
Ziel des Sanierungsgebietes VII ist es,
- die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken,
- die Wohn- und Aufenthaltsqualität zu verbessern,
- die Erschließung und Verkehrssituation zu optimieren,
- die öffentlichen Räume neu zu gestalten und zu öffnen,
- sowie historische Bausubstanz zu erhalten und modern zu nutzen.
Bisher umgesetzte oder laufende Maßnahmen:
Umgesetzt:
- Fahrradstation Schenkgasse:
- Umbau einer Fachwerkscheune zum modernen Fahrradparkhaus
- 72 überdachte Stellplätze, Flächen für Lastenräder und Schließfächer
Stadtraumgestaltungsmaßnahme Lohgraben/Gerbergasse, 1. Bauabschnitt
In Umsetzung:
- Stadtraumgestaltungsmaßnahme Lohgraben/Gerbergasse, 2. Bauabschnitt
- „MehrGenerationenWohnen“ Steinweg 25–29 / Lohgraben 4–6:
- Ausbau von Wohnraum für Jung & Alt
- Architekturwettbewerb in zwei Phasen (2023)
- Entwicklung alternativer Wohnformen „Junges Wohnen“ Steinweg 35–37, Lohgraben 14–16, Schenkgasse 2a
- In Verbindung dazu Entwicklung des Projektes „Junges Leben“, Heiligkreuzstraße 24, 26 mit Realisierung einer Kindertagesstätte und einer Kindergrippe
Bürgerbeteiligung
Die Bürgerbeteiligung war ein zentraler Bestandteil des Projekts.
In der „Sanierungswerkstatt Schlick 29“ wurden
- Ideen, Anregungen und Kritik gesammelt,
- Befragungen zu Wohnen, Verkehr und Freiräumen durchgeführt,
- Stadtspaziergänge und Informationsveranstaltungen angeboten.
Beteiligt waren Eigentümer, Bewohner, Gewerbetreibende, Gastronomen und weitere Interessierte.
Ziel war es, die Qualitäten, Schwächen und Chancen des Quartiers gemeinsam zu identifizieren und konkrete Entwicklungsansätze daraus abzuleiten.





