Geschlossene Sanierungsgebiete
In Coburg wurden in den vergangenen Jahrzehnten mehrere Altstadtbereiche umfassend saniert und erfolgreich abgeschlossen.
Hier finden Sie Informationen zu den abgeschlossenen Sanierungsgebieten – mit Zahlen, Hintergründen und Zielen der jeweiligen Maßnahmen.

Sanierungsgebiet I – Westliche Innenstadt
- Fläche: 2,5 ha
- Festgelegt: 12.04.1973
- Förderfähige Kosten: 17,5 Mio €
- Abgeschlossen: 1995
Ausgangssituation
Die dichte, teils mittelalterliche Bebauung mit schmalen Grundstücken und überalterter Gebäudesubstanz führte zu erheblichen Wohnmängeln.
1973 beschloss der Bau- und Umweltsenat, diese Missstände zu beheben und beauftragte die Wohnbau Stadt Coburg GmbH mit der Sanierung des 2,5 ha großen Areals.
Zielsetzung & Ergebnisse
Ziel war die Aufwertung des Altstadtquartiers bei Erhalt der Mischung aus Wohnen und Arbeiten.
- Verbesserung von Belichtung, Belüftung und Freiflächen
- Modernisierung und Neubauten im Bestand
- Bau des Parkhauses Mauer zur Entlastung der Parksituation
- Ausbau verkehrsberuhigter Zonen und Fußgängerbereiche
Das Gebiet wurde 1995 erfolgreich abgeschlossen – die Lebensqualität im Quartier hat sich deutlich verbessert.

Sanierungsgebiet II – Steinwegvorstadt
- Fläche: 2,5 ha
- Festgelegt: 18.02.1982 im umfassenden Verfahren
- Förderfähige Kosten: 12,5 Mio €
- Abgeschlossen: 2025
Ausgangssituation
Der Steinweg beginnt nördlich des Altstadtkerns unmittelbar hinter dem Spitaltor. Die dreigeschossige, traufgeschossige Bebauung des Steinweges war durch hohe bauliche Dichte und Überbauung geprägt. Das Wohnangebot entsprach nicht den zeitgemäßen Ansprüchen. Zur Verbesserung der Wohnqualität fehlten Infrastruktureinrichtungen wie Freiflächen, Spielplätze oder Anwohnerparkplätze im unmittelbaren Umfeld.
Zielsetzung & Ergebnisse
Ziel war die Aufwertung des Altstadtquartiers bei Erhalt der Mischung aus Wohnen und Arbeiten.
- Verbesserung von Belichtung, Belüftung und Freiflächen
- Modernisierung und Neubauten im Bestand
- Bau des Parkhauses Post und von Quartiersgaragen zur Entlastung der Parksituation
- Ausbau verkehrsberuhigter Zonen und Fußgängerbereiche
Im September 2021 beschloss der Stadtrat, einen Teilbereich des Gebiets zu schließen, da dort die Sanierungsziele erreicht wurden.
Ende 2025 wurden die Sanierungsziele als erreicht bewertet und das Gebiet offiziell geschlossen.

Sanierungsgebiet III – Südwestlicher Stadtkern
- Fläche: 1,56 ha
- Festgelegt: 18.08.1989
- Förderfähige Kosten: 10 Mio €
- Abgeschlossen: 2010
Ausgangssituation
Die Metzgergasse, Rosengasse und Kleine Rosengasse bilden ein historisches Ensemble.
Die enge, stark verdichtete Bebauung und leerstehende Gebäude minderten die Wohn- und Aufenthaltsqualität. Grünflächen fehlten, Parkplätze waren rar, und der Verkehr belastete das Gebiet stark.
Zielsetzung & Ergebnisse
Wie in anderen Altstadtbereichen standen Erhalt der Nutzungsmischung, Sanierung denkmalgeschützter Gebäude und Verbesserung der Lebensqualität im Mittelpunkt.
- Bau von Quartierstiefgaragen zur Entlastung des ruhenden Verkehrs
- Sanierung mehrerer Baudenkmäler
- Neuordnung von Grundstücken und Innenhöfen
- Schaffung von Freiflächen und begrünten Aufenthaltsbereichen
Ende 2021 wurden die Sanierungsziele vom Stadtrat als erfüllt eingestuft und das Gebiet offiziell geschlossen.

Sanierungsgebiet IV – Judengasse
- Fläche: 2,1 ha
- Festgelegt: 01.09.1995
- Förderfähige Kosten: 6 Mio €
- Abgeschlossen: 2025
Ausgangssituation
Die Judengasse führt vom Markt zur Judenbrücke und teilt sich in mehrere Abschnitte.
Während der innere Bereich städtisch geprägt ist, weist die westliche Judenvorstadt eine vorstädtische Bebauung mit zweigeschossigen Bürgerhäusern auf.
Die Bausubstanz war in Teilen stark sanierungsbedürftig, besonders in der unteren Judengasse.
Hinzu kamen:
- hohe Bebauungsdichte
- starker Verkehr, Lärm und Abgase
- wenig Parkflächen und Grünräume
- unzureichende Belichtung und Belüftung
- schwierige Grundstückszuschnitte
- teils unter Straßenniveau liegende Erdgeschosse
Zielsetzung & Ergebnisse
Ziel der Sanierung war die bauliche und funktionale Aufwertung des Quartiers bei Erhalt seines historischen Charakters mit einer Mischung von Wohn- und Arbeitsstätten.
Im September 2021 beschloss der Stadtrat, einen Teilbereich des Gebiets zu schließen, da dort die Sanierungsziele erreicht wurden.
Offen bleibt die geplante Stadtraumgestaltung Untere / Kleine Judengasse, deren Planung aktuell läuft.
Ende 2025 wurden die Sanierungsziele als erreicht bewertet und das Gebiet offiziell geschlossen.
Sanierungsgebiet V –
Steintor, Leopoldstraße, Hinterm Marstall
- Fläche: 3,5 ha
- Festgelegt: 01.09.1995
- Förderfähige Kosten: 12 Mio €
- Abgeschlossen: 2021
Ausgangssituation
Das Gebiet entlang der Leopoldstraße und des Stetzenbachs ist eine historisch gewachsene Vorstadt. Viele Gebäude entstanden aus ehemaligen Feldkellern und Scheunen und waren stark sanierungsbedürftig. Die Hanglage führte zu beengten, dunklen Innenhöfen und einer kleinteiligen Parzellenstruktur.
Bis 1995 war rund 60 % der Gebäudesubstanz sanierungsbedürftig.
Zielsetzung & Ergebnisse
Ein umfassender Rahmenplan definierte die Sanierungsziele:
- Neuordnung der Grundstücke
- Aufwertung privater Freiflächen
- Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur
- Durchführung von Einzel- und Objektsanierungen
Ergebnisse im Überblick:
- Neue Fußwege und Treppenanlagen mit Verbindung zum Hofgarten
- Terrassierte Gärten und Freiflächen zur besseren Belichtung
- Zwei Quartierstiefgaragen und zusätzliche Stellplätze
- Sanierung angrenzender Gebäude und öffentlicher Räume
- Nutzung von Freiflächen durch soziale und kulturelle Einrichtungen (z. B. Naturlehrgarten, kleine Bühne)
- Aufwertung des Kunstvereins durch neue Zugänge und Fassadenbeleuchtung
Das Gebiet wurde 2021 erfolgreich abgeschlossen. Die Maßnahmen haben ein lebendiges Quartier mit hoher Wohn- und Lebensqualität geschaffen – eine lohnende Investition in die Zukunft.








