Programm „Soziale Stadt“ – Stadtentwicklung Coburg

Städtebauförderung – Programm Soziale Stadt

Das Städtebauförderungsprogramm „Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt“ wurde 1999 vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) gemeinsam mit den Ländern gestartet.

Ziel ist es, benachteiligte Stadtteile zu stabilisieren, Abwärtstendenzen zu stoppen und Lebensbedingungen vor Ort nachhaltig zu verbessern.

Im Rahmen der Städtebauförderung wird die Soziale Stadt heute als Leitprogramm für soziale Integration fortgeführt und bildet die Grundlage für eine ressortübergreifende Stadtentwicklungsstrategie.

Im Jahr 2020 wurde der Programmwechsel in das Förderprogramm „Sozialer Zusammenhalt“ vollzogen.

Das Programm „Sozialer Zusammenhalt“ behält die Ziele des Vorgängerprogramms bei, benachteiligte Stadtteile städtebaulich aufzuwerten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken. Beide Programme fördern Investitionen in die städtebauliche Infrastruktur und soziale Maßnahmen, um die Lebensqualität in den Quartieren zu verbessern.

Stadtteil mit viel Grünfläche von Oben.

Der Stadtteil Wüstenahorn

Die Stadt Coburg wurde 2008 in das Programm Soziale Stadt aufgenommen, um den Stadtteil Wüstenahorn gezielt zu fördern.

Im Rahmen eines integrierten Handlungskonzepts wurden alle Maßnahmen in einem breiten Dialogprozess gemeinsam mit

  • den Bewohnerinnen und Bewohnern,
  • lokalen Akteuren und
  • sozialen Einrichtungen
    entwickelt und in konkrete Projekte überführt.

Zentrale Ziele des Prozesses:

  • Verbesserung der Lebensqualität und sozialen Infrastruktur
  • Behutsame Umgestaltung des Wohnumfelds, ohne Verdrängung der bisherigen Bewohner
  • Sozialverträgliche Anpassung von Wohnraum und Infrastruktur
  • Nachhaltige Aufwertung des Quartiers

Durch die kontinuierliche Umsetzung der Maßnahmen wurde Wüstenahorn in den vergangenen Jahren spürbar aufgewertet und zu einem lebenswerten, zukunftsfähigen Stadtteil entwickelt.

Bürgerhaus Haus am See

Ein Schlüsselprojekt des Programms Soziale Stadt in Coburg ist das Bürger- und Stadtteilhaus am Wolfgangsee, das nach Plänen des 1. Preisträgers aus dem Realisierungswettbewerb 2020 eröffnet wurde.

Am historischen Ortskern Wüstenahorns entstand ein zentraler Treffpunkt und Veranstaltungsort für den Stadtteil – ein Ort der Begegnung, Bildung und Kultur.
Das Bürgerhaus dient als Plattform für:

  • Gesellschaftliche, kulturelle und soziale Aktivitäten
  • Nachbarschaftliche Vernetzung
  • Bürgerschaftliches Engagement

Dokumentation Bürgerhaus (PDF)

Flyer Bürgerhaus – Wettbewerbsergebnis (PDF)

Blick auf das Bürgerhaus am See aus der Richtung des Sees.

Das ist bereits passiert

Icon mit einem Gebäude mit 2 kleinen Bäumen davor.

Zukunftsfähigkeit

Durch gezielte Um- und Neubaumaßnahmen konnte die räumliche Struktur des Stadtteils verbessert und langfristig zukunftsfähig gestaltet werden.

Icon mit einem Gebäude mit 2 kleinen Bäumen davor.

Attraktivierung des Stadtteils

Behutsame Wohnraummodernisierungen, Wohnumfeldverbesserungen und der Rückbau nicht mehr nutzbarer Gebäude haben das Erscheinungsbild des Quartiers deutlich aufgewertet.

Herz mit einem rosanen Pfeil der nach Oben zeigt

Steigerung der Wohnqualität

Durch die Schaffung von privaten und halböffentlichen Bereichen – wie Balkonen, Terrassen und Mietergärten – wurde die Lebensqualität im Alltag der Bewohner/innen spürbar erhöht.

Offen gefaltete Hand mit 2 Personen darin zur Symbolisierung von Zusammenhalt

Stärkung des sozialen Zusammenhalts

Neue und angepasste soziale Infrastrukturen ergänzen das Angebot für Jugendliche, Familien und Senioren.
Dadurch wurden Nachbarschaft, Teilhabe und Engagement im Stadtteil gestärkt.

Downloads & weiterführende Informationen

Hier finden Sie Dokumente und Informationen zu den Projekten, Maßnahmen und Veranstaltungen im Rahmen des Programms Soziale Stadt Wüstenahorn:

Publikationen & Dokumentationen:

Externe Partner & lokale Akteure:

Weitere Informationen zum Quartiersmanagement: